Berufsinformationsabend

Die Referenten zeigten an diesem Abend  insbesondere auf, wie es nach der Berufsschulstufe oder dem BVJ/AQJ beruflich weitergehen kann, wenn keine Ausbildung möglich ist, und welche Maßnahmen die Schüler  darauf vorbereiten:

Gerlinde Braun, Reha-Beraterin der Agentur für Arbeit informierte über die rechtlichen Rahmenbedingungen für UB (Unterstützte Beschäftigung),  Eintritt in eine WfbM (Werkstätte für Menschen mit Behinderung) oder Förderstätte, Budget für Arbeit sowie die Berufsorientierende Maßnahmen (BOM).

Dr. Eva Haas, Einrichtungsleiterin der KJF-Werkstätte St. Johannes, stellte diese Werkstätte vor, die sich speziell an Menschen mit körperlichen und motorischen Einschränkungen oder Menschen mit Autismus richtet. Sie zeigte anschaulich auf, wie hier die besonderen Bedürfnisse der Beschäftigten z.B. hinsichtlich Gestaltung des Arbeitsplatzes oder des Tagesablaufs mit den Anforderungen des Arbeitsalltags verbunden werden.

Rolf-Dieter Frey, Werkstattleiter der Lebenshilfe, berichtete über die Einrichtungen der Lebenshilfe in Lappersdorf  und  Obertraubling  und  im Speziellen über den berufsbildenden Bereich, der die Beschäftigten auch auf Tätigkeiten auf dem  1. Arbeitsmarkt vorbereitet.  Er erläuterte die Begriffe „Eingangsverfahren", „berufliche Qualifikation", „Außenarbeitsplatz" und  „Unterstützte Beschäftigung" noch einmal  anhand von konkreten Beispielen.

Und schließlich informierte Norbert Lichtenauer vom Integrationsfachdienst über die Aufgaben des IFD beim Übergang Förderschule- Beruf im Allgemeinen. Die konkrete Arbeit in den Berufsschulstufen am Pater-Rupert-Mayer-Zentrum ergänzte der Schüler Julian Hambacher durch seine persönlichen Erfahrungen mit der BOM-Maßnahme.

Die Fülle an Informationen wurde von Eltern und Schülern mit großem Interesse aufgenommen. 

Die dargestellten verschiedenen Möglichkeiten der beruflichen Bildung nach der Schulentlassung machten deutlich, dass es möglich ist für die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen einen passenden  Weg zu finden. Es zeigte aber auch, wie wichtig es ist,  im Rahmen der schulischen Berufsvorbereitung verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren, um Eignungen und Neigungen der jungen Menschen erkennen und fördern zu können, damit schließlich die Weichen für den passenden Weg ins Arbeitsleben gestellt werden.

Herzlicher Dank nochmals allen Referenten für die informativen Vorträge und den Besuchern für das große Interesse!

 

Text: A. Dettenhofer