Tierische Unterstützung in der Therapie

 „Ist Runa heute da?“  das hört man oft in der Therapieabteilung, denn eine tierische Unterstützung hilft dort tatkräftig mit.
„Runa“ ist eine Labrador-Mix Hündin. Sie und ihre Besitzerin, die Physiotherapeutin Alina Höfer, haben erfolgreich beim Datb e.V. (Deutscher Ausbildungsverein für Therapie- und Behindertenbegleithunde) die Ausbildung zum Therapiebegleithund absolviert. Das ist gar nicht so einfach. Sie mussten insgesamt sechs Teilprüfungen ablegen um den Titel „ausgebildeter Therapiebegleithund“ tragen zu dürfen.

Aber was versteht man eigentlich unter einer Tiergestützten Therapie (TgT)?
Ein ausgebildeter Hund unterstützt die Therapeutin in der Therapieeinheit. Dies kann entweder passiv (durch die alleinige Anwesenheit des Hundes) oder auch aktiv sein (der Hund wird direkt in die Therapie integriert).
Der Hund agiert dann als Hilfsmittel, Medium, Motivator für Übungen und Bewegungen, Entspannungshelfer, Sozialpartner und Freund. Jedoch auch als Lebewesen, das im Umgang sowohl Respekt als auch Empathie erfordert und dem gegenüber bestimmte Regeln einzuhalten sind.

Im Vordergrund steht dabei immer das Kind, für das individuell entschieden werden muss, ob eine Tiergestützte Intervention passend ist und inwiefern der Hund agieren soll.
So unterstützt die freundliche Hündin Runa die Physiotherapeutin Alina Höfer bei den Therapien und gestaltet diese dadurch noch abwechslungsreicher.
„Hallooo Runaaa!“ hört man das Mädchen rufen, das doch eigentlich Angst vor Hunden hatte - die Freude ist groß. Durch die Hündin werden plötzlich ungeahnte Kräfte geweckt. So klappt auf einmal das Stehtraining an der Sprossenwand doppelt so lange. Runa wird währenddessen durch eine an die Sprossenwand angebrachte Röhre gefüttert und soll natürlich ihre ganze Portion bekommen.
Auch Übungen, die sonst eher mit Murren durchgeführt werden, werden plötzlich mit Freude absolviert, ohne zu merken wie viele Wiederholungen bereits durchgeführt wurden. So würfelt zum Beispiel die Hündin verschiedene Aufgaben aus und sorgt zwischendurch auch immer wieder für Lacher, wenn sie manche Übungen mitmacht oder es sich während des „Vierfüßlerstandes“ unter einem bequem gemacht hat.
Aber auch auf der Behandlungsliege kommt Runa gerne zum Einsatz. Einfach mal lockerlassen oder auf der Liege entspannen ist oft gar nicht so leicht. Auch hier hilft die freundliche Hündin. So lässt auf einmal die Spannung in den Muskeln nach, wenn sich Runa mit auf die Liege legt und zum Beispiel ihren Kopf auf das spastische Bein legt. Die Wärme, das entspannte Atmen (und gelegentliche Schnarchen) wirken wahre Wunder.  
So zaubert die neugierige Hündin in ihrer „Arbeitszeit“ nicht nur den Kindern ein Lächeln ins Gesicht!
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