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Boys-Day am 28.04.2016 im Pater-Rupert-Mayer-Zentrum

Zum wiederholten Mal stellte das Pater-Rupert-Mayer-Zentrum Plätze zur Teilnahme am Boys-Day zur Verfügung. In den Berufen Erzieher, Heilerziehungspfleger und Kinderpfleger stellen Frauen immer noch eine deutliche Mehrheit dar, Männer sind eher Mangelware. Umso erfreulicher ist es, dass heuer drei Jungs diese Berufe kennen lernen wollten. Eine Besonderheit war dieses Mal, dass die drei aus der Berufsintegrationsklasse des BSZ Regensburg Land kamen. Einer von ihnen war der fast 17-jährige Natnei aus Eritrea.

„Ein Kind hat mich gleich gefragt, warum ich so eine dunkle Haut habe", erzählt Natnei „und ich habe erzählt, dass ich aus Afrika komme." Dann wollten die Kinder aus der SVE des Pater-Rupert-Mayer-Zentrums natürlich wissen, wo und was Afrika ist. Die Kleinen hatten keinerlei Berührungsängste und für Natnei war es eine tolle Erfahrung, mit den Kindern zu spielen und ihnen von sich zu erzählen.

Am Nachmittag hatten Natnei und zwei weitere junge Männer aus Syrien noch Gelegenheit, sich selbst in einen Rollstuhl zu setzen und sich so ein Bild der Welt aus der Sicht eines Menschen mit Behinderung zu machen. Besonders die ersten Versuche im Rollstuhlbasketball waren ein tolles Erlebnis, aber auch eine Herausforderung, Ball und Rollstuhl gleichzeitig unter Kontrolle zu haben.

„Es war in diesem Jahr ein besonderer Boys-Day", berichtet Sozialpädagoge Ingo Schneider. „Junge Männer mit Migrationshintergrund an die soziale Arbeit heranzuführen, das sind gleich zwei wichtige Aufgaben in der heutigen Gesellschaft." Er bescheinigt der Arbeit in der Berufsintegrationsklasse einen tollen Erfolg, besonders auch beim Erlernen der deutschen Sprache. Genauso sollte Integration funktionieren.

Text und Bild: Ingo Schneider